{"id":2226,"date":"2010-03-26T10:29:05","date_gmt":"2010-03-26T09:29:05","guid":{"rendered":"https:\/\/10408-240110-1652.klecksquadrat.de\/?p=2226"},"modified":"2025-02-08T12:15:55","modified_gmt":"2025-02-08T12:15:55","slug":"startschuss-fuer-produktion-thermoplastischer-wabenkerne-in-halle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/10408.klecksquadrat.com\/fr\/blog\/2010\/03\/26\/startschuss-fuer-produktion-thermoplastischer-wabenkerne-in-halle\/","title":{"rendered":"Startschuss f\u00fcr Produktion thermoplastischer Wabenkerne in Halle"},"content":{"rendered":"<!--themify_builder_content-->\n<div id=\"themify_builder_content-2226\" data-postid=\"2226\" class=\"themify_builder_content themify_builder_content-2226 themify_builder tf_clear\">\n                    <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row tb_hb6r238 tb_first tf_w\">\n                        <div class=\"row_inner col_align_top tb_col_count_1 tf_box tf_rel\">\n                        <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col-full tb_c7q2238 first\">\n                    <!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_pyh6546   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <p>Die ThermHex Waben GmbH und das Land investieren 1,5 Millionen Euro in Produktionsanlage<\/p><p>Seit heute ist Halle Produktionsstandort thermoplastischer Wabenkerne. Die Produktionsanlage in der Merseburger Stra\u00dfe in Halle wurde mit einem Gru\u00dfwort des Landeswirtschaftsministers Dr. Reiner Haseloff, in dem er die hochinnovative und wachstumsstarke Ansiedlung als Gewinn f\u00fcr die Stadt Halle und das Land Sachsen-Anhalt bezeichnete, feierlich eingeweiht.<\/p><p>Die ThermHex Waben GmbH, die w\u00e4hrend der Gr\u00fcndung vom Hochschulgr\u00fcndernetzwerk UNIVATIONS Sachsen-Anhalt unterst\u00fctzt wurde, investiert insgesamt rund 1,5 Millionen Euro in den Standort Halle, 50 Prozent der Investition werden durch Mittel des Landes Sachsen-Anhalt gef\u00f6rdert. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Jochen Pflug besch\u00e4ftigt mit Beginn der Produktion sechs Mitarbeiter, eine Erweiterung auf bis zu 20 Mitarbeiter in Zukunft ist geplant. Rund eine Million Quadratmeter des Wabenmaterials sollen j\u00e4hrlich in der neuen Fabrik in Halle hergestellt werden.<\/p><p>Bereits seit 2005 ist der Ingenieur f\u00fcr Luft- und Raumfahrttechnik, Jochen Pflug, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der belgischen Firma EconCore, einer Aktiengesellschaft, die sich ausschlie\u00dflich mit Forschung und Entwicklung besch\u00e4ftigt. Die ThermHex Waben GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der EconCore. Die EconCore nutzt das von Jochen Pflug und der Universit\u00e4t Leuven entwickelte innovative Verfahren zur kontinuierlichen Produktion von \u201eWabenkernen\u201c, f\u00fcr Leichtbau-Platten. Im Vergleich zur herk\u00f6mmlichen, diskontinuierlichen Produktion bietet das neue Verfahren durch eine hochautomatisierte und unterbrechungsfreie Produktion deutliche Zeit- und Kostenvorteile, rund 30 Prozent weniger Material wird verbraucht. Diese Technologie ist durch erteilte internationale Patente gesch\u00fctzt.<\/p><p>Leichtbauplatten mit Wabenkernen wurden urspr\u00fcnglich f\u00fcr die Raumfahrt entwickelt. Aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften &#8211; weniger Materialaufwand, leicht und trotzdem stabil &#8211; finden Leichtbau-Platten permanent neue Anwendungsfelder. In Interieur- und Strukturbauteilen von Flugzeugen und Yachten, in vielen Automobilbauteilen, aber auch in M\u00f6beln oder Verpackungen ist die Sandwichbauweise mit Wabenkern zu finden. Je nach Nutzungszweck sind die Wabenkerne mit verschiedenen Deckmaterialien (Kunststoff, Stahl, Mittellage leichter und doch extrem steifer Sandwichplatten. Neben der Verwendung in flachen Sandwichplatten, beispielsweise f\u00fcr LKW-Aufbauten, werden heute gro\u00dfe Mengen thermoplastischer Wabenkerne zu komplex geformten Bauteilen verarbeitet, f\u00fcr Rotorbl\u00e4tter von Windkraftanlagen etwa.<\/p><p>So liegt der Ursprung der Wabentechnologie in Halle.Die hallesche Papierwarenfabrik Heilbrun &amp; Pinner hat mit der Erfindung von dekorativem Wabenpapier im Jahr 1901 und dessen automatisierten Produktionsverfahren, ab 1903, einen wesentlichen Beitrag f\u00fcr die Entwicklung von Wabenkernen geleistet. Die Produkte der Firma, dekorative Objekte und Karten, wurden insbesondere in die USA und nach Gro\u00dfbritannien exportiert. Auch bei der Anwendung von Wabenstrukturen in Sandwichbauteilen hatte Sachsen-Anhalt die Nase vorn. In einem Patent von 1915 beschrieb der von Aachen nach Dessau gekommene Hugo Junkers als erster die Vorteile der Wabenstruktur in leichten und dennoch stabilen Bauteilen f\u00fcr den Flugzeugbau.Die Ansiedlung der ThermHex Waben in Halle ist nicht nur den g\u00fcnstigen Standortfaktoren der Saalestadt und der Initiative der Wirtschaftsf\u00f6rderung der Stadt Halle zuzuschreiben.<\/p><p>Mit der Er\u00f6ffnung seiner neuen Produktionsst\u00e4tte kn\u00fcpft Jochen Pflug an die Innovationen von damals an und kehrt somit an den Ursprungsort der heutigen Wabentechnologie, nach Halle, zur\u00fcck.<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->        <\/div>\n                        <\/div>\n        <\/div>\n        <\/div>\n<!--\/themify_builder_content-->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ThermHex Waben GmbH und das Land investieren 1,5 Millionen Euro in ProduktionsanlageSeit heute ist Halle Produktionsstandort thermoplastischer Wabenkerne. 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Rund eine Million Quadratmeter des Wabenmaterials sollen j\u00e4hrlich in der neuen Fabrik in Halle hergestellt werden.<\/p><p>Bereits seit 2005 ist der Ingenieur f\u00fcr Luft- und Raumfahrttechnik, Jochen Pflug, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der belgischen Firma EconCore, einer Aktiengesellschaft, die sich ausschlie\u00dflich mit Forschung und Entwicklung besch\u00e4ftigt. Die ThermHex Waben GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der EconCore. Die EconCore nutzt das von Jochen Pflug und der Universit\u00e4t Leuven entwickelte innovative Verfahren zur kontinuierlichen Produktion von \u201eWabenkernen\u201c, f\u00fcr Leichtbau-Platten. Im Vergleich zur herk\u00f6mmlichen, diskontinuierlichen Produktion bietet das neue Verfahren durch eine hochautomatisierte und unterbrechungsfreie Produktion deutliche Zeit- und Kostenvorteile, rund 30 Prozent weniger Material wird verbraucht. 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